TRUMPF setzt auf Venture Clienting! Programm in Rekordzeit aufgebaut!
TRUMPF hat 2024 sein Startup Partnering Programm ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit mit Startups zu stärken. Dabei ist das Ziel, Innovationen in die Fachbereiche zu bringen und durch einen schnellen und bedarfsorientierten Prozess, messbaren Nutzen in die Organisation zu bringen. GlassDollar hilft dabei, passende Startups international zu identifizieren und Partnerschaften in ihrer spezialisierten Software zusammenzuführen. Im Gespräch erläutern Florian Meßner-Schmitt (Head of Corporate Innovation bei TRUMPF) und Fabian Dudek (Gründer und Geschäftsführer von GlassDollar), wie sich Startup Partnering bei TRUMPF vom ersten Proof of Value (POV) zu einem skalierbaren Programm entwickelt hat.
Fabian Dudek: Was ist Startup Partnering und was hat euch dazu bewegt damit zu starten?
Florian Meßner-Schmitt: Wir haben es ja gar nicht gestartet - viele TRUMPF Mitarbeiter haben schon vorher innovative Lösungen (auch von Startups) getestet.
Wir professionalisieren diese Zusammenarbeit. Startup Partnering heißt, wir lösen konkrete Probleme aus den Fachbereichen mit innovativen Startup Lösungen, messen den Impact und implementieren nur, was nachweislich funktioniert. So bleiben Teams fokussiert und erfolgreiche POV gehen schnell in Betrieb.
Wir streben nach Innovation mit kontrolliertem Risiko und klaren Ergebnissen. Wichtig war uns, Lösungen systematisch in die Organisation zu tragen und innerhalb weniger Monate messbaren Impact zu erreichen. Dazu gehören klare Proof-of-Value Kriterien in unserer Testphase: Wenn die Lösung des Startups einen klaren Nutzen aufzeigt und wir erhebliches Einsparpotenzial sehen, führen wir die Lösung ein. Wenn nicht, entscheiden wir schnell und kostengünstig, den POV zu beenden. Das Programm wird von den Geschäftsfeldern wegen seiner Schnelligkeit und des strukturierten Vorgehens geschätzt.
Dudek: Es war spannend zu sehen, wie schnell ihr eure Prozesse und Strukturen aufgebaut habt, um Startup Partnering zu systematisieren. Auch, dass TRUMPF schnell verstanden hat, wieso das Thema in allen Abteilungen Aufmerksamkeit bekommen sollte. Warum passt Startup Partnering so gut zu TRUMPF?
Meßner-Schmitt: TRUMPF ist ein forschungsorientiertes Unternehmen, dass auch in schwierigen Zeiten in neue Produkte und Ideen investiert.
Wenn es die Möglichkeit gibt, Zugang zu neuen Technologien zu bekommen und diese in unsere Prozesse und Produkte einfließen zu lassen, dann erfahren alle einen direkten Mehrwert. Dieser Zugang hilft TRUMPF dabei, unsere Führungsposition zu bewahren und in neuen Bereichen auszubauen. Dank Startup Partnering können wir neue Technologien in einem Tempo testen, was zuvor in dieser Form nicht möglich war. Von Anfang an war es uns wichtig, dabei immer den Blick auf den Return on Invest zu behalten und Budgets effizient einzusetzen. Die Benefits passen auch einfach zu uns: Innovation schnell und evidenzbasiert umzusetzen. Inzwischen können wir behaupten, dass wir bewiesen haben, wie Startup Partnering bei TRUMPF eine profitable Investition in unsere Zukunft ist.

Dudek: Inzwischen sehen wir, dass die Professionalisierung von Startup Partnerschaften bei immer mehr Industriekonzernen in Deutschland gefahren wird und funktioniert. Das Thema ist etabliert bei den großen Konzernen der Automobil-, Energie- und Telekommunikationsindustrie, strahlt aber bis in den deutschen Mittelstand. Was würdest du Unternehmen empfehlen, die noch ganz am Anfang stehen, Startup Partnering Prozesse in ihrer Organisation aufzubauen?
Meßner-Schmitt: Wir haben mit Berthold Schmidt (CTO) frühzeitig einen Sponsor auf Vorstandsebene für das Programm gewonnen. So konnten wir unsere Team-Kompetenzen und Programmstruktur so aufbauen, um unser Startup Partnering nachhaltig betreiben zu können. Zudem konnten wir IT, Legal und den Einkauf frühzeitig vom Mehrwert des Programms überzeugen und in die Prozesse integrieren.
Um das Programm schnell und nachhaltig zu etablieren, haben wir mit GlassDollar einen verlässlichen Partner gesucht und gefunden. Neben Erfahrung im Aufbau und Betrieb neuer Startup Partnering Programme, war es uns hier auch wichtig, ein technisches Backbone zu integrieren. GlassDollar bietet eine wertvolle Datenbank von über 20 Millionen Startups, was einen enormen Vorteil bringt, wenn man die relevantesten Lösungen identifizieren möchte. Zudem lassen sich alle Projekte zentral steuern und die Fortschritte der Partnerschaften sauber verfolgen. Wir legen großen Wert darauf, dass unser Team immer einen guten Überblick über die laufenden Projekte hat. Natürlich ist es auch hilfreich, GlassDollar’s Erfahrungsschatz und Netzwerk in die größten deutschen Innovations-Abteilungen zu nutzen.
Dudek: Unser Ziel ist, schnell eine Grundlage für skalierbares Startup Partnering zu legen. Wenn man um die 15 POV pro Jahr abwickelt, erreicht die Reichweite innerhalb der Organisation ein Niveau, in dem sich interne Prozesse stark beschleunigen und Risiken streuen. Bei größerem Volumen lässt sich der erwartete Business Impact zuverlässiger vorhersagen, was die Entwicklung des Programms planbarer macht. Auf diesem Niveau und mit einem passenden zentralen Tool kann sich das Innovationsteam auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren, gemeinsam mit den Business Units relevante Problemfelder identifizieren und priorisieren. TRUMPF hat diese Basis gelegt. Jetzt beginnt die nächste Phase.

Meßner-Schmitt: Wir haben uns eine gute Ausgangsbasis geschaffen und müssen jetzt unter Beweis stellen, dass wir es schaffen, unser Programm auf 15 POV pro Jahr zu skalieren. Damit kommen neue, spannende Herausforderungen:
Erstens müssen wir Kapazitäten für Implementierungen in IT, Legal und Einkauf sichern, damit erfolgreiche Tests zügig in Betrieb gehen. Zweitens managen wir unser aktives Portfolio enger und skalieren eingeführte Lösungen in die Breite. Drittens erweitern wir unser Suchfeld: Neben Prozessverbesserungen rücken produktnahe Innovationen in den Fokus.
Skalierung heißt für uns auch, Rollen klar zuzuschneiden und die Adoption in den Fachbereichen aktiv zu begleiten, damit Verantwortung und Ressourcen zusammenpassen. Dafür verstärken wir unser Team und bauen neue Kompetenzen auf.
Hast Du noch ein paar Ratschläge aus Deinem Erfahrungsschatz für unser Programm für 2026?
Dudek: Die größten Startup Partnering Programme in Deutschland arbeiten mit einem breiten, dezentralen Botschafter Netzwerk. So kommen neue Problemfelder proaktiv aus den Business Units. Ihr habt ja auch schon spannende Initiativen geplant, um die Reichweite in der Organisation auszubauen.
Zudem heißt es jetzt, die Prozesse noch einmal zu justieren, Kompetenzen im Team auszubauen und relevante Projekte zu identifizieren. Unsere neuen Features in der GlassDollar Software setzen genau hier an.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Entwicklung in 2026!





